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Finanzierung durch Landesmittel gesichert - Drohende Schließung der Academia Baltica abgewendet

 

PRESSEMITTEILUNG
19. Dezember 2006

 

Academia Baltica: Fortbestand gesichert 
Schleswig-Holstein fördert Akademie weiter

Auf Beschluss des schleswig-holsteinischen Landtags kann die Academia Baltica in Lübeck ihre Arbeit fortsetzen. Mit der Verabschiedung des Haushalts 2007/2008 hat der Landtag entschieden, dass die Landesmittel für die Academia Baltica ab 2007 vom Ministerium für Justiz, Arbeit und Europa bereitgestellt werden. Dies bedeutet die Rettung der gefährdeten Bildungseinrichtung. Akademieleiter Dr. Christian Pletzing: „Wir begrüßen diese Entscheidung. Sie gibt uns die Möglichkeit, in unserer Arbeit neue europapolitische Akzente zu setzen.“ Die jährliche Förderung der Akademie fällt mit 105.000 € pro Jahr geringer aus als bisher (120.000 €). Damit hat die Academia Baltica jedoch eine Grundlage, um weitere Drittmittel einzuwerben.

Die ursprüngliche Planung sah vor, die bis dahin bei der Staatskanzlei angesiedelte Förderung der Akademie 2007 auf die Hälfte zu reduzieren und 2008 ganz zu streichen. Dies hätte spätestens Mitte 2007 die Schließung der Einrichtung zur Folge gehabt. Begründet hatte die Landesregierung ihre Sparpläne mit dem Argument, die Academia Baltica sei die kleinste und jüngste Bildungsstätte des Landes.

Gegen die Streichung der Mittel für die Akademie hatten zahlreiche Wissenschaftler, Diplomaten und Politiker aus dem In- und Ausland protestiert. Auch die lettische Staatspräsidentin Vaira Vīķe-Freiberga empfahl in einem Schreiben an Ministerpräsident Carstensen, die Academia Baltica zu erhalten und stellte fest: „Diese Bildungseinrichtung, die aus der Ostsee-Akademie in Travemünde hervorgegangen ist, hat sich vor allem um das Verhältnis zu den Nachbarländern im Ostseeraum verdient gemacht, besonders zu den baltischen Staaten, aber auch zu Polen und Russland.“

Die Academia Baltica vermittelt mit jährlich über 30 Tagungen, Seminaren, Kursen und Studienreisen Informationen über den Ostseeraum. Zugleich fördert sie die Begegnung von Menschen aus allen Ostseeanrainerstaaten, Mittel- und Osteuropa.

Die Pressemitteilung können Sie hier als .pdf-Dokument laden


Finanzierung der Academia Baltica gesichert?

Für die Finanzierung der Academia Baltica durch das Land Schleswig-Holstein zeichnet sich eine Lösung ab. Gegen die drohende Schließung der Akademie aufgrund der Kürzungspläne des Landes haben zahlreiche Persönlichkeiten und Institutionen aus dem In- und Ausland protestiert. Mittlerweile stellen Abgeordnete aller Parteien des Kieler Landtags Überlegungen an, wie die Arbeit der Academia Baltica fortgeführt werden kann. Diskutiert wird die Möglichkeit, dass die Akademie ab 2007 durch das Ministerium für Justiz, Arbeit und Europa gefördert wird und damit von einschneidenden Kürzungen verschont bleibt. Mit einer Entscheidung ist Mitte Dezember 2006 zu rechnen.

cp_30.11.06


 

PRESSEMITTEILUNG
13. September 2006


Academia Baltica von Schließung bedroht
Landesregierung will Mittel streichen – Proteste aus dem In-und Ausland


Seit fünf Jahren setzt sich die Academia Baltica in Lübeck für die Zusammenarbeit im
Ostseeraum und für Begegnungen zwischen den Deutschen und ihren östlichen
Nachbarn ein. Doch jetzt sieht die Akademie ihren Fortbestand gefährdet. Der Grund:
das Land Schleswig-Holstein, das bisher 20 Prozent des Etats von rund 600.000 Euro
finanziert, will die Förderung der Academia Baltica einstellen, um Geld zu sparen. Die
Förderung des Landes in Höhe von derzeit 120.000 € soll 2007 auf die Hälfte reduziert
und 2008 ganz gestrichen werden. „Sollte der Zuschuss des Landes Schleswig-Holstein
zum Etat der Academia Baltica wie geplant reduziert werden, muss die Akademie
spätestens Mitte 2007 ihren Betrieb einstellen“, so Dr. Christian Pletzing, Leiter der
Academia Baltica. Denn ohne die Landesförderung kann die Akademie ihre – mit
175.000 € ohnehin geringen – Fixkosten für Miete und Personal nicht mehr finanzieren.
Christian Pletzing: „Was die Landesregierung vorhat, ist für uns ein Schlag ins Gesicht.
Denn die Academia Baltica arbeitet extrem kostensparend: Mit einem kleinen Team von
derzeit zwei hauptamtlichen Kräften führen wir jedes Jahr 30-40 Tagungen, Seminare,
Sommeruniversitäten, Studienreisen und Vorträge in Schleswig-Holstein und den
Ostseeanrainerstaaten durch. Das von der Landesregierung vorgebrachte Argument,
bei der Academia Baltica handle es sich um die kleinste und jüngste Bildungsstätte des
Landes, wird der Ausstrahlung der Akademie im In-und Ausland nicht gerecht und
bestraft zusätzlich alle Bemühungen um eine möglichst effiziente Arbeit.“
In der Kieler Staatskanzlei sammeln sich Protestschreiben aus dem In-und Ausland. In
einem Brief an Ministerpräsident Carstensen betont Uwe Neumärker, Geschäftsführer
der „Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas“ in Berlin: „Ein Blick auf den
derzeitigen Stand der deutsch-polnischen Beziehungen verdeutlicht, dass die Arbeit der
Academia Baltica ein wichtiger und notwendiger Beitrag Schleswig-Holsteins zur
Zusammenarbeit im Ostseeraum ist.“

 

Die Pressemitteilung können Sie hier als .pdf-Dokument laden


Die in der Tages- und Regionalpresse erschienenen Artikel finden Sie unter "Presse"


Direkter Brief der ACADEMIA BALTICA an den Ministerpräsidenten des Landes Schleswig-Holstein


Zu diesem Thema erreichten uns zahlreiche Schreiben, von denen wir nachstehend einige wiedergeben:

Universität Erfurt; Prof. Dr. Claudia Kraft

Universität Hamburg, NordOst-Institut ; Dr. Andreas Lawaty

Universität Stettin (Polen), Institut für Vergleichende Geschichte Europas; Prof. Dr. Jan M. Piskorski

Oberschlesisches Landesmuseum, Ratingen;  Dr. Susanne Peters-Schildgen

Bukowina-Zentrum an der Jurij Fedkowitsch Universität Tscherniwzi (Ukraine) ; Prof. Dr. Oleh Panchuk

Uniwersytet im. Adama Mickiewicza w Poznaniu (Polen) ; Dr. Malgorzata Grzywacz

Aue-Säätiö  *   Aue-Stiftung, Helsinki (Finnland) ; Waltraud Bastman-Bühner (Vizevorsitzende und Geschäftsführerin)

Institut für angewandte Geschichte, Frankfurt/Oder ; Caroline Mekelburg (stellv. f. d. Vorstand)

Renate Marsch-Potocka, ehem. Korrespondentin der dpa in Warschau

Gymnázium Slovanské nám.7, Brno (Tschechische Republik);  PhDr. Josef Filouš, Direktor

Dr. Robert Maier, Vechelde

Universität Bremen, Seminar für Ost- und Mitteleuropäische Studien ; Dr. Stefan Garsztecki

 


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