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Programm 08-05




Familiengeschichte - Ortsgeschichte -

Regionalgeschichte


Seminar mit dem
Verein für Familienforschung in Ost- und Westpreußen
vom 18. bis 20. März 2005
in Malente
 

Auf der Suche nach ihren Wurzeln stoßen Familienforscher auf die Vergangenheit Ost- und Westpreußens. Was mit der Suche nach familiären Daten beginnt, führt nicht selten zur Geschichte des Ortes und der Region. In den Familiengeschichten wird die Mikrogeschichte einer Region sichtbar.

Dabei sind manche Hindernisse zu überwinden: fremdsprachige Familiennamen, wechselnde Ortsbezeichnungen, unzugängliche Archive. Welche Auswirkungen hatten konfessionelle Trennlinien auf die Bewohner? Wo lagern bisher unbeachtete Quellen? Erlaubt die Kulturgeschichte Rückschlüsse auf Migrationsbewegungen?

Anfängern und Profis wollen wir den Austausch ermöglichen und Hinweise auf Methoden sowie neue Quellen zur Erforschung ihrer Familiengeschichte geben.

               Dr. Christian Pletzing                                         Dr. Dietmar Albrecht
                    
Akademieleiter                                                  Academia Baltica e.V.
 

Reinhard Wenzel
Verein für Familienforschung in Ost- und Westpreußen

 


Programm

Freitag, 18. März  2005
ab 14.00 Uhr       Anreise zur Gustav-Heinemann-Bildungsstätte Malente
15.30 Uhr            Kaffee
16.00 Uhr            Begrüßung und Einführung
                            Dr. Christian Pletzing, Lübeck;
                            Reinhard Wenzel, Celle
16.30 Uhr            Milieus, Mobilität, Identitäten. Zur Sozialgeschichte
                           einer preußischen Familie
                          
Prof. Dr. Gerhard Lehmbruch, Tübingen
18.30 Uhr           Abendessen
20.00 Uhr            Katholiken, Protestanten, Juden. Zur Stadt- und
                           Familiengeschichte von Konitz
                            Martin Conitzer, Wachtberg


Samstag, 19. März 2005
9.00 Uhr              Wie erstellt man ein Ortsfamilienbuch?
                           Quellensuche und -auswertung
                           Gabriele Sürig, Münster
10.30 Uhr            Kaffee
11.00 Uhr            Die Geschichte einer Schule als Quelle für die Familien-
                           und Regionalgeschichte. Das Beispiel Wehlau
                           Hans-Christoph Surkau, Greven
12.30 Uhr            Mittagessen
15.00 Uhr            Verlustlisten als familiengeschichtliche Quelle
                          
Reinhard Wenzel, Celle
16.30 Uhr            Arbeitsgruppen :
                            1. Handschriften des 17. und 18. Jahrhunderts.
                           Entzifferung und Interpretation
                           Dr. Dietrich Flade, Darmstadt
                            2. Quellen zur Familiengeschichtsforschung in Ost-
                           und Westpreußen
                           Gabriele Sürig, Münster
                           
3. Der Verein für Familienforschung in Ost- und
                           Westpreußen vor 1945
                          
Dr. Christian Pletzing, Lübeck
18.00 Uhr            Abendessen


Sonntag, 20. März 2005
9.00 Uhr              Neuere polnische Quellenveröffentlichungen zur Regional-
                           und Familienforschung in Ost- und Westpreußen
                           Carsten Fecker, Hamburg
10.30 Uhr            Kaffee
11.00 Uhr             Mennonitische Familienforschung in Preußisch-Litauen
                           Erwin Wittenberg, Köln
13.00 Uhr           Mittagessen, anschl. Abreise




Die Academia Baltica
Concordia domi foris pax – Eintracht im Innern und Friede im Äußern. Der Mahnung verpflichtet, die vom Holstentor die Gäste Lübecks grüßt, arbeitet die Academia Baltica im Netzwerk der Völker und Staaten Mitteleuropas und des Ostseeraumes, in guter Tradition und mit neuer Kraft. Die Akademie hat ihren Sitz im Hoghehus am Koberg, im wohl ältesten Steinbau Lübecks aus der Zeit um 1200, einst Sitz des Landvogts als Vertreter des Kaisers im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation. Ein paar Schritte weiter steht das Haus der „Buddenbrooks“, Gedenkort der Brüder Heinrich und Thomas Mann, dichtbei das künftige Zentrum für Willy Brandt und wiederum um die Ecke das Haus für Günter Grass, des dritten der Lübecker Nobelpreisträger. Ihnen benachbart leistet die Academia Baltica ihren Beitrag zur Begegnung der Menschen und zu neuem europäischen Miteinander.

Der Förderverein der Academia Baltica
Die Bundesregierung und das Land Schleswig-Holstein fördern die Arbeit der Academia Baltica. Private Initiative muss die Hilfe von Bund und Land ergänzen. Wer die Arbeit der Akademie unterstützen will, kann Mitglied werden im Verein zur Förderung der Academia Baltica. Der Mindestbeitrag beträgt 60,-- € im Jahr. Beiträge und Spenden sind abzugsfähig.
                                                                                            

Anreise
Ort des Seminars ist die Gustav-Heinemann-Bildungsstätte inmitten der Holsteinischen Schweiz zwischen Bad Malente-Gremsmühlen und Sielbeck, direkt am Kellersee: Schweizer Str. 58, D-23714 Malente , Tel. 04523-880970, Fax 04523-8809728. Sie erreichen die Bildungsstätte mit der Bahn über den Bahnhof Bad Malente-Gremsmühlen an der Strecke Lübeck-Kiel, von dort mit dem Nölte-Linienbus bis zur Haltestelle Heinemann-Bildungsstätte oder mit dem Auto über die Autobahn Hamburg-Lübeck-Puttgarden bis zur Abfahrt Eutin, weiter über die B 76 bis Eutin, von dort nach Malente und durch Malente Richtung Sielbeck; 1 km hinter dem Ortsausgang liegt die Bildungsstätte direkt am See. Die Gäste wohnen in der Bildungsstätte oder in einem nahen Hotel.

Teilnahme
Die Gebühr für die Teilnahme beträgt 148,-- €, für Schüler, Studenten (bis 30 Jahre) und Arbeitslose 90,-- €. Im Preis enthalten sind die Kosten für Unterkunft und Verpflegung und das Programm. Der Zuschlag für ein Einzelzimmer beträgt 9,-- € pro Übernachtung. Bitte vermerken Sie Ihren Zimmerwunsch bei der Anmeldung! Gäste ohne Übernachtung zahlen die Hälfte der Tagungsgebühr. Anmeldeschluss ist der 25.2.2005. Mit der Bestätigung erbitten wir die Überweisung Ihres Beitrages. Erfolgt eine Abmeldung später als vier Tage vor Beginn der Tagung oder erscheint der Teilnehmer nicht, müssen wir dem Teilnehmer den Tagungsbeitrag berechnen.
                                                                                            

Tagungsnummer 8-05

Titelillustration:
Bauernfamilie aus Preußisch-Litauen, Ende des 19. Jahrhunderts. Aus: Albert Zweck: Litauen. Eine Landes- und Volkskunde. Stuttgart 1898, S. 156.


Academia Baltica
Hoghehus, Koberg 2, 23552 Lübeck
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