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Programm 24-04

Titel 24-04

Grenzgänger in Preußisch-Litauen und Masuren

Deutsch-litauisch-polnische Begegnung mit dem Thomas-Mann-Kulturzentrum Nidden, dem Institut für die Geschichte Westlitauens und Preußens an der Universität Memel/Klaipėda  und der Kulturgemeinschaft Borussia
vom 22. bis 26. Mai 2004 in Nidden/Nida

 

Lange waren im Osten Preußens staatliche, sprachliche und kulturelle Grenzen durchlässiger als die Idee des Nationalstaats glauben macht. Persönlichkeiten wie der Königsberger Theologe Ludwig Rhesa vermittelten zwischen den Kulturen. Andere wechselten ihre Sprache und Identität. Grenzüberschreitungen waren Teil der deutschen, litauischen und polnischen Lebenswelten Ostpreußens. Am Beispiel von Grenzgängern fragen wir nach den Traditionen des preußisch-litauischen und des preußisch-polnischen Grenzgebiets, aber auch nach den heutigen Identitäten Masurens, des Kaliningrader Gebiets und des litauischen Memellandes. Seminarsprachen sind deutsch, litauisch und polnisch.

Dr. Ruth Leiserowitz                                                   Wiktor Knercer
  Thomas-Mann-Kulturzentrum                                    Kulturgemeinschaft Borussia

Dr. Christian Pletzing          Dr. Dietmar Albrecht
Academia Baltica




Programm

Samstag, 22. Mai 2004
Anreise der Teilnehmer
17.00 Uhr            Abendessen
18.30 Uhr            „Kommen Sie getrost herein, sollen hoch willkommen sein“.
                            Das Thomas-Mann-Kulturzentrum in Nidden/Nida
                            Jurgita Aniunaitė, Eva Pluhařova-Grigienė, Nidden/Nida
18.45 Uhr            Begrüßung und Einführung
                            Dr. Ruth Leiserowitz, Berlin; Wiktor Knercer, Allenstein/Olsztyn,
                            Dr. Christian Pletzing, Lübeck
19.00 Uhr            Grenzgänger im Preußenland
                            Dr. Dietmar Albrecht, Lübeck

Sonntag, 23. Mai 2004
9.00 Uhr              Grenzen und Grenzgänger in Mitteleuropa
                            Prof. Dr. Hans Hecker, Düsseldorf
10.30 Uhr            Die Kleinlitauer an der Grenze. Ihre Situation im 19. und
                           zu Anfang des 20. Jahrhunderts
                           Dr.Silva Pocyte, Memel/Klaipėda
12.30 Uhr            Mittagessen
15.00 Uhr            Ludwig Rhesa als deutsch-litauischer Grenzgänger
                            Dr.Nijole Strakauskaite, Memel/Klaipėda
16.30 Uhr            Von Nidden nach Nida
                            Dr. Anja Peleikis, Halle/Saale
18.00 Uhr            Abendessen
19.30 Uhr            Königsberg/Kaliningrad und die Grenzen des neuen Europa
                            Andreas Metz, Danzig/Gdańsk

Montag, 24. Mai 2004
9.00 Uhr              Grenzland Masuren
                            Wiktor Knercer, Allenstein/Olsztyn
10.30 Uhr            Grenzland Ostpreußen – Versailler Vertrag und politisierter
                             Mythos
                            Ralf Meindl M.A., Freiburg
12.30 Uhr            Mittagessen
15.00 Uhr            Exkursion: Ein Gang in die Toten Dünen - Besichtigung des alten
                            Schwarzort - Einführung in das Ludwig-Rhesa-Kulturzentrum
                            Leitung: Dr.Nijole Strakauskaite und Dr. Ruth Leiserowitz

Dienstag, 25. Mai 2004
9.00 Uhr              Schmuggel als Lebensform an der Grenze
                            Dr. Ruth Leiserowitz, Berlin
10.30 Uhr            Die Kurschats. Eine ostpreußische Familie zwischen Deutschland
                            und  Litauen
                            Dipl. Arch. Marija Purvinienė und Doz. Dr. Martynas Purvinas, Kaunas
12.30 Uhr            Mittagessen
15.00 Uhr            Adelsson – zum Lebensbild eines Holzhändlers zwischen Jurbarkas
                            und Königsberg
                            Thomas Lackmann, Berlin
16.30 Uhr            Ukrainisch-polnische Grenzgänger in Masuren
                            Dr. hab. Wojciech Łukowski, Warschau
18.00 Uhr            Abendessen
19.30 Uhr            Zum Prototyp des Grenzgängers heute – aus der Sicht des
                             polnisch-litauisch-russischen Dreiländerecks
                            Krzysztof Czyżewski, Sejny

Mittwoch, 26. Mai 2004
                            Abreise der Teilnehmer




Die Academia Baltica
Concordia domi foris pax – Eintracht im Innern und Friede den Märkten. Der Mahnung verpflichtet, die vom Holstentor die Gäste Lübecks grüßt, arbeitet die Academia Baltica im Netzwerk der Völker und Staaten Mitteleuropas und des Ostseeraumes, in guter Tradition und mit neuer Kraft. Die Akademie hat ihren Sitz im Hoghehus am Koberg, im wohl ältesten Steinbau Lübecks aus der Zeit um 1200, einst Sitz des Landvogts als Vertreter des Kaisers im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation. Ein paar Schritte weiter steht das Haus der „Buddenbrooks“, Gedenkort der Brüder Heinrich und Thomas Mann, dichtbei das künftige Zentrum für Willy Brandt und wiederum um die Ecke das Haus für Günter Grass, des dritten der Lübecker Nobelpreisträger. Ihnen benachbart leistet die Academia Baltica ihren Beitrag zur Begegnung der Menschen und zu neuem europäischen Miteinander.

Der Förderverein der Academia Baltica
Die Bundesregierung und das Land Schleswig-Holstein fördern die Arbeit der Academia Baltica. Private Initiative muss die Hilfe von Bund und Land ergänzen. Wer die Arbeit der Akademie unterstützen will, kann Mitglied werden im Verein zur Förderung der Academia Baltica. Der Mindestbeitrag beträgt 60,-- € im Jahr. Beiträge und Spenden sind abzugsfähig.
                                                                                        
Anreise, Unterkunft, Ort des Seminars
Das Seminar findet im Kulturzentrum „Agilla“ im Zentrum von Nidden, gegenüber dem Rathaus, statt. Die Teilnehmer wohnen im Hotel „Auksinės Kopos“ (Goldene Düne), D. Kuverto g. 17, LT-5872 Nida, http://www.telenormedia.lt/auksines.kopos/ .

Die Akademie bietet einen Gruppenflug ab Hamburg am 22.5. um 10.20 Uhr und ab Palanga am 26.5. um 8.35 Uhr (Ankunft in Hamburg 9.35 Uhr). Mit Ihrer Anmeldung buchen wir den Flug für Sie.

Teilnahme
Die Gebühr für deutsche Teilnehmer beträgt 330,-- €, für Schüler, Studenten (bis 30 Jahre) und Arbeitslose 165,-- €. Im Preis enthalten sind die Kosten für den Flug ab Hamburg, Unterkunft, Verpflegung und das Programm. Für Teilnehmer aus Litauen und Polen beträgt die Gebühr 64,-- Lt oder 85,-- zł (Schüler, Studenten, Rentner und Arbeitslose sowie Teilnehmer ohne Übernachtung aus Litauen zahlen 32,-- Lt oder 45 zł).Anmeldeschluss ist der 5.5.2004. Die Bestätigung erhalten Sie zusammen mit weiteren Informationen zu Zahlungs- und Stornobedingungen und zur Anreise. Deutsche Teilnehmer benötigen einen noch mindestens sechs Monate gültigen Reisepass. Die Durchführung dieses Seminars erfolgt vorbehaltlich einer Förderung durch das Bundesministerium des Innern.

                                                                                        

Tagungsnummer: 24-04

Titelillustration: Das 1972 errichtete Denkmal für Ludwig Rhesa bei Perwelk. Foto: R. Leiserowitz.



Academia Baltica
Hoghehus, Koberg 2
23552 Lübeck
Telefon +49(0)451-39694-0
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